Wird die Eurokrise zur Gesundheitskrise?

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Noch immer ist Deutschland in Sachen Euro- und Schuldenkrise nicht betroffen, wobei die Investitionen im Land allerding inzwischen auch zurückgefahren werden.

In Ländern wie Griechenland, Portugal, Zypern, Italien oder Spanien sieht es allerdings sehr schlecht aus, wobei hier nicht nur die Investitionen betroffen sind, sondern inzwischen auch die Menschen direkt, weil viele durch die rigorose Sparpolitik, die gehalten werden muss in den EU-Krisenländern auch die Gesundheit der Menschen inzwischen auf dem Spiel steht.

Viele haben nämlich keinen Zugang mehr zu einer ausreichenden medizinischen Versorgung. Dies ergab nun eine Studie der Fachzeitschrift „Lancet“, der zufolge sich zurzeit Infektionskrankheiten in bislang unbekanntem Ausmaß ausbreiten und auch die Zahl der Suizide rapide ansteigt.

Malaria und Co.

Der Studie zufolge brach in Europa seit dem Beginn der Eurokrise zum ersten Mal wieder Epidemien wie Malaria, West-Nil- oder Denguefieber aus. Allgemein gehen weniger Menschen zum Arzt und auch Medikamente kaufen sich immer weniger Menschen, weil diese zu teuer sind. Besonders dramatisch ist laut der Studie vor allem die Bevölkerung in Griechenland, Spanien und Portugal. Die Entwicklung ist allerdings nicht neu, schon 2007 nach dem Ausbruch der Weltfinanzkrise waren die ersten Auswirkungen festzustellen. Besonders in Griechenland müssen die Krankenhäuser laut der Studie darum kämpfen, eine Minimalversorgung aufrecht zu erhalten.

Gesundheitskosten

Wird die Eurokrise nun also zu einer europaweiten Gesundheitskrise. Über diese Auswirkungen wurde bisher geschwiegen, nun treten sie offen zutage. Die nötigen Mittel um die Gesundheitsprobleme anzugehen, fehlen in den Kassen der Staaten einfach. Informationen rund um Gesundheit und Körper gibt es zwar auch in diesen Ländern reichlich, doch Gesundheit und Pflege kostet nun einmal sehr viel Geld, wobei auch in Deutschland die Krankenhäuser um jede neue Investition in Technik kämpfen müssen.

Allein nun aber Deutschland dafür verantwortlich zu machen, ist auch nicht richtig, weil auch die jüngsten Sparauflagen für Zypern nicht allein in der EU durch Deutschland beschlossen wurden. Viele Deutsche werden inzwischen in den Krisenländern gemobbt und überlegen durchaus wieder in die Heimat zurückzukehren.


Bildnachweis: © Fotolia – Erwin Wodicka

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Klaus Müller-Stern (25) studiert aktuell Maschinenbau, beschäftigt sich daneben jedoch schon lange mit allen Aspekten rund um Selbstständigkeit und Unternehmensgründung. Eloquent und scharfsinnig bringt er Themen wie Social Media oder den Finanzsektor auf den Punkt. Darüber hinaus blickt der passionierte Laufsportler in seinen Beiträgen hinter die Kulissen erfolgreicher Startup-Firmen.

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Klaus Müller-Stern (25) studiert aktuell Maschinenbau, beschäftigt sich daneben jedoch schon lange mit allen Aspekten rund um Selbstständigkeit und Unternehmensgründung. Eloquent und scharfsinnig bringt er Themen wie Social Media oder den Finanzsektor auf den Punkt. Darüber hinaus blickt der passionierte Laufsportler in seinen Beiträgen hinter die Kulissen erfolgreicher Startup-Firmen.

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