Die randomisierte Untersuchung liefert einen ernährungswissenschaftlichen Hinweis auf den Nutzen regelmäßiger Walnüsse im Speiseplan. Ältere Erwachsene mit täglichem Verzehr erreichten niedrigere Werte im Dietary Inflammatory Index als Teilnehmer der Kontrollgruppe. Der Index fasst Eigenschaften der Ernährung zusammen, die ihr Entzündungspotenzial beschreiben. Daraus folgt keine allgemeine Heilwirkung einzelner Lebensmittel. Walnüsse können jedoch eine zweckmäßige Ergänzung einer ausgewogenen Kost darstellen, insbesondere als Ersatz für stark verarbeitete, zuckerreiche Zwischenmahlzeiten oder als Zutat in Mahlzeiten.
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Walnüsse stehen im Fokus einer DII-basierten Ernährungsbewertung wissenschaftlich
Der DII liefert eine Einschätzung dazu, ob ein Ernährungsplan eher mit entzündungsfördernden oder weniger entzündungsfördernden Eigenschaften verbunden ist. Seine Bewertung basiert auf der Zusammensetzung der täglichen Kost und erlaubt einen Vergleich unterschiedlicher Ernährungsmuster. Niedrige Werte weisen auf ein geringeres Potenzial zur Förderung von Entzündungsprozessen hin. Die im Journal of the Academy of Nutrition and Dietetics publizierte Studie zeigt, dass Walnüsse den DII-Wert günstig beeinflussen können. Dadurch erhalten sie eine nachvollziehbare Bedeutung für die Speiseplangestaltung.
Walnüsse verbesserten langfristig den Dietary Inflammatory Index älterer Erwachsener
Die Teilnehmer der Walnussgruppe konsumierten über zwei Jahre hinweg täglich 30 bis 60 Gramm Walnüsse. Anschließend wiesen sie im Dietary Inflammatory Index leicht niedrigere Werte auf als die Kontrollgruppe. Der Unterschied war statistisch signifikant. Dieser Index dient zur Einschätzung, ob die Ernährung eher entzündungsfördernde oder weniger entzündungsfördernde Eigenschaften besitzt. Der Befund deutet darauf hin, dass Walnüsse eine geeignete Ergänzung im täglichen Speiseplan sein können, insbesondere wenn sie weniger günstige Zwischenmahlzeiten ersetzen.
Untersuchung erfasste 319 Teilnehmer mit unterschiedlichen Nussvorgaben in Kalifornien
Die kontrollierte Studie Walnuts and Healthy Aging umfasste 319 ältere Erwachsene aus Loma Linda im kalifornischen Inland. Nach einer zufälligen Verteilung erhielt eine Gruppe täglich 30 bis 60 Gramm Walnüsse. Die Kontrollgruppe sollte Walnüsse vollständig meiden und auch andere Nüsse nur eingeschränkt essen. Für keine Gruppe waren weitere Anpassungen der Ernährung gefordert. Damit konzentrierte sich die Intervention auf den Nussverzehr, während die übrigen Lebensmittel und Mahlzeiten im persönlichen Alltag grundsätzlich unverändert bleiben konnten.
Forschertreffen erfassten den Vortagskonsum über die gesamte Studiendauer hinweg
Zur Sicherung belastbarer Vergleichsdaten wurden die Teilnehmer im Verlauf der Studie mehrfach nach ihrer Ernährung befragt. Fünfmal rekonstruierten sie gemeinsam mit den Forschern ihren Konsum der vorherigen 24 Stunden. Dabei wurden alle Speisen und Getränke berücksichtigt. Die resultierenden Protokolle enthielten die Informationen, die für die Berechnung des Dietary Inflammatory Index notwendig waren. Darüber hinaus konnten die Wissenschaftler anhand dieser Daten prüfen, wie sich die Ernährungsmuster der beiden Gruppen voneinander unterschieden.
Walnüsse beeinflussen laut Forschung Entzündungspotenzial und Blutmarker gleichzeitig
Die Befunde zeigen eine Übereinstimmung zwischen ernährungsbezogenen und biologischen Daten. Die Walnussgruppe wies nach zwei Jahren niedrigere Werte im Dietary Inflammatory Index auf, was für ein geringeres entzündungsförderndes Potenzial des Speiseplans spricht. Bereits publizierte Analysen derselben Teilnehmer hatten zudem niedrigere Konzentrationen mehrerer Entzündungsmarker im Blut ergeben. Walnüsse könnten damit verschiedene Aspekte der Ernährung und des Stoffwechsels beeinflussen. Die Ergebnisse sind als wissenschaftlicher Hinweis zu verstehen und belegen weder eine Heilwirkung noch einen Ersatz für medizinische Maßnahmen.
Walnüsse können den Speiseplan ohne großen Aufwand bereichern
Eine einfache Ernährungsroutine kann darin bestehen, Walnüsse regelmäßig anstelle üblicher Knabbereien bereitzuhalten. Die Kerne lassen sich direkt essen und benötigen keine Verpackung mit zusätzlicher Zubereitung. Für Mahlzeiten können sie gehackt und als Zutat in Salaten, Müsli oder anderen Frühstücksvarianten verwendet werden. Rajaram macht deutlich, dass gerade der Tausch zuckerreicher oder kohlenhydratbetonter Snacks einen praktischen Ansatz bietet. So wird die Ergänzung ohne einschneidende Umstellung des Speiseplans möglich und dauerhaft gut handhabbar.
Rajaram spricht 2027 auf internationalem Ernährungskongress in Loma Linda
Die Studie liefert über zwanzig Forschungsarbeiten als Grundlage der Veröffentlichung hierfür. Zugeordnet sind sie der groß angelegten Walnuts and Healthy Aging Studie. Die beteiligten Partner waren Loma Linda University School of Public Health und Hospital Clinic in Barcelona. Die California Walnut Commission unterstützte das Projekt mit einem Zuschuss. Sujatha Rajaram stellt beim achten Internationalen Kongress für vegetarische Ernährung vom vierzehnten bis sechzehnten März zweitausendsiebenundzwanzig in Loma Linda Nussforschung dort vor.
Für eine praktische Umsetzung genügt es, täglich eine angemessene Portion Walnüsse einzuplanen. Die in der Untersuchung verwendeten 30 bis 60 Gramm passen zu Mahlzeiten und Zwischenmahlzeiten gleichermaßen. Nach zwei Jahren war der Walnussverzehr mit niedrigeren Werten des Dietary Inflammatory Index verbunden. Dieser Vorteil entfaltet sich besonders dann, wenn Walnüsse Teil einer abwechslungsreichen und nährstoffreichen Ernährung sind.

