TRACE: Der Herkunft von Lebensmitteln auf der Spur

31.03.2009 | Erlangen
Rund 200 Wissenschaftler aus aller Welt sind im TRACE-Projekt mit den neuesten Methoden der Herkunft von Lebensmitteln auf der Spur: Ist der Parmaschinken wirklich aus Parma? Stammt der "Fränkische Spargel" tatsächlich aus Franken?

Im Rahmen von TRACE werden Modelle für die Rückverfolgbarkeit eines Lebensmittels entwickelt, die teilweise jetzt schon von Behörden und Industrie in der täglichen Überwachungsroutine genutzt werden. Dazu bestimmen die Wissenschaftler die Isotopenverhältnisse, Spurenelemente und genetische Faktoren eines Lebensmittels und ordnen diese authentischen Proben zu. Datenbanken mit den "Fingerabdrücken" von Honig, Getreide, Olivenöl, Hühner-, Lamm- und Rindfleisch, sortiert nach geografischer und biologischer Herkunft, wurden im Rahmen von TRACE weiter ausgebaut.

Andreas Zapf, Präsident des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), das den diesjährigen TRACE-Kongress organisiert, betont: "Modernste Analysentechnik ist die wissenschaftliche Grundlage der Lebensmittelüberwachung, um gesundheitliche Risiken zu erkennen und Qualität, Herkunft, sowie Herstellungs- und Anbaumethoden der einzelnen Erzeugnisse zu bestimmen. Dass sich mit TRACE ein internationales Netzwerk etabliert hat, in dem Fachleute Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis austauschen, ist ein enormer Gewinn für die Lebensmittelsicherheit und den gesundheitlichen Verbraucherschutz."

TRACE ist ein durch die EU auf fünf Jahre gefördertes Projekt zur Herkunftsbestimmung von Lebensmitteln. Im Forschungsprojekt sind 54 wissenschaftliche Einrichtungen und Firmen aus der EU, Südamerika und China beteiligt.

Quelle: Pressemeldung Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL)

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