Greenpeace-Test: Belastung von Tomaten mit Pestiziden sinkt

11.05.2010 | Hamburg
Nach einer neuen Greenpeace-Untersuchung sind Cherry- und Strauchtomaten aus Supermärkten und Discountern mit weniger Pestiziden belastet als in den Vorjahren. Die Umweltschutzorganisation muss keine der 52 Proben aus konventionellem Anbau wegen Überschreitung der gesetzlichen Höchstwerte beanstanden.

Greenpeace erkennt in dieser und weiteren 2009 und 2010 durchgeführten Untersuchungen einen Trend zu geringerer Belastung von Gemüse.

"Die Belastung mit Pestiziden lässt sich offenbar deutlich stärker senken, als Industrie und Produzenten noch vor fünf Jahren behaupteten", sagt Manfred Santen, Chemie-Experte von Greenpeace. "Mit der Kampagne gegen Gift im Essen hat Greenpeace erheblichen Druck auf die Handelsketten ausgeübt. Bei den Tomaten zeigen die Programme zur Pestizidreduktion jetzt Wirkung."

Allerdings ist die Zahl der konventionellen Proben, die gänzlich unbelastet sind, im Vergleich zu den Vorjahren gesunken. Das von Greenpeace beauftragte Labor fand in fast allen Proben Rückstände, wenn auch zumeist in geringen Konzentrationen. In den Vorjahren enthielten 30 Prozent der Tomaten keine Pestizide, jetzt sind es nur 3,4 Prozent.

Hersteller müssen die Anzahl der verwendeten Pestizide verringern

Besorgniserregend ist die Vielzahl verschiedener Pestizide in einer Probe. Zunehmend werden mehrere Pestizide eingesetzt, um die Höchstmenge bei einem einzigen Stoff nicht zu überschreiten. "Auf einigen Tomaten finden sich Cocktails aus bis zu 11 verschiedenen Pestiziden. Das sind zu viele. Hier müssen die Hersteller noch einiges tun", fordert Santen. Nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen sind gerade diese Mehrfach-Belastungen gesundheitlich bedenklich. Entsprechende Proben bewertet Greenpeace als "nicht empfehlenswert".

Bio-Tomaten sind kaum belastet. Zwei Bio-Cherrytomaten sind mit einem Pestizid verunreinigt, das für den Öko-Anbau zugelassen ist. Die Konzentration des Wirkstoffs Spinosad, der Bienen schädigen kann, in einer Probe bewertet Greenpeace als zu hoch für Bioware. Greenpeace empfiehlt nach wie vor, Bio-Ware zu kaufen. Verglichen mit konventioneller Ware ist ihre Belastung immer noch gering.

Greenpeace-Mitarbeiter kauften im März in Berlin, Hamburg, im Bonner Raum, in der Region Frankfurt/Main, in Leipzig und München 61 Tomaten-Proben. Eingekauft wurden diese in sechs führenden Supermarktketten: Aldi, Edeka, Lidl, Metro (Real und Kaufhof), REWE (auch Penny) und Tengelmann/Kaiser's. Die Proben überprüfte ein für die Untersuchung von Pestizidrückständen in Lebensmitteln zertifiziertes Labor auf über 350 verschiedene Rückstände. Auffällige Befunde überprüfte ein zweites Labor.

Quelle: Pressemeldung Greenpeace e. V.

Dieser Beitrag wurde bisher 78 mal gelesen.
(Rang 276 auf fit-ernaehren.de)

Klicken Sie hier um zum Anfang der Seite zu gelangen.

Weitere News

Die Adventszeit mit Tee genießen! Adventskalender mit leckeren Tee-Überraschungen

06.11.2011 | Bald ist es wieder soweit: Wir zählen die Tage bis Weihnachten und genießen die schöne Adventszeit. Das...

weiter in Die Adventszeit mit Tee genießen! ...

Kommunen im Freistaat setzen Zeichen gegen Grüne Gentechnik

30.05.2011 | Einheitliches Logo stärkt Initiative. Bayern soll selbst über den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen...

weiter in Kommunen im Freistaat setzen ...

Keine erhöhte Strahlenbelastung bei japanischen Lebensmitteln in Deutschland

13.04.2011 | In Deutschland ist bei Kontrollen der Länderbehörden bislang keine erhöhte Strahlenbelastung bei...

weiter in Keine erhöhte Strahlenbelastung bei ...

Generation Riesling goes Berlin

11.04.2011 | Präsentation der jungen Winzergeneration am 23. Mai 2011 in der "Kalkscheune" in Berlin Erster großer Auftritt...

weiter in Generation Riesling goes Berlin ...



Aktuelles

Warnung vor französischer Oliven- und Tomatenpaste

In Frankreich sind mehrere Personen an Botulismus erkrankt

weiter ...

Neuigkeiten

Nutella- Etikett kann Verbraucher in die Irre führen

Die Vitamin- und Nährwertangaben sind auf dem Nutella-Glas...

weiter ...

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt im Januar...

weiter ...

Archiv

Neue blend a dent Super Haftcremes Complete: Jetzt dreimal so gut

Was schon "Super" war, ist seit August nun noch besser: Die...

weiter ...

Power fürs Leben

Lebensmittelwirtschaft engagiert sich auf der Grünen Woche...

weiter ...