Gesund grillen - schlemmen ohne schlechtes Gewissen

23.08.2010 | Bielefeld
Das Grillen gehört für viele Menschen zum Sommer dazu. Obwohl Grillgut oft fetthaltig ist und sogar im Verdacht steht, krebserregend zu sein, werden Gärten und Balkone jedes Jahr auf's Neue zu Grillstationen umfunktioniert. Was nur Wenige wissen: Auch gesundheitsbewusste Menschen müssen nicht auf gemütliche Grillpartys verzichten. Bei der Auswahl des Grillguts und dem Grillvorgang selbst ist jedoch Vorsicht geboten.

Hobbyköche benötigen beim Braten häufig Öl, um Fleisch und Gemüse vor dem Verkohlen zu schützen. Beim Grillen kommt zusätzliches Fett selten zum Einsatz. Lediglich die Marinade vielen Grillguts ist fetthaltig und deshalb ungesund. Fleisch und Wurst vom Holzkohlegrill ist jedoch in mehrfacher Hinsicht gesundheitsschädlich: Nicht nur enthaltenes Fett und Cholesterin stellen ein Gesundheitsrisiko dar. Auch der Grillvorgang selbst, birgt Gefahren: Anders als bei herkömmlichen Garmethoden können beim Grillen zwar viele gesunde Nähr- und Geschmacksstoffe erhalten bleiben, da sich die Poren des Grillguts durch die direkte Hitzeabgabe unmittelbar schließen. Der Grillvorgang lässt jedoch auch krebserregende Stoffe wie Acrylamid entstehen.

Krebserregendes Grillgut vermeiden

Frischer Fisch und Gemüse aber auch unbehandeltes Geflügelfleisch stellen eine gesunde Alternative zu fetttriefenden Grillsteaks dar und ermöglichen das Schlemmen ohne schlechtes Gewissen auch in Hinblick auf das Krebsrisiko: Im Zuge des Grillens fettarmen Grillguts tropft weniger Öl auf heiße Holzkohle, was bewirkt, dass sich nur geringfügige Mengen krebserregender Stoffe entwickeln und in Form von Rauch in Kontakt mit dem Grillgut kommen können.

Grillmeister können auch bei der Zubereitung marinierten Fleischs vorbeugen: Zwischen Glut und Grillrost sollte mindestens ein Abstand von einer Handbreite bleiben. Auf diese Weise tropft nur wenig Fett in die Glut. Eine besonders wirkungsvolle Methode besteht zudem darin, das Grillgut nicht direkt auf dem Grillrost sondern auf Alufolie beziehungsweise einer speziellen Grillpfanne aus Alufolie platzieren. Die Folie vermeidet den Kontakt des Grillguts mit krebserregenden Stoffen im Rauch. Um Rauchschwaden zu vermeiden, empfehlen Experten Grillenden zudem, die Holzkohle oder Briketts gut durchglühen zu lassen, ehe sie das Grillgut auf den Rost legen. Verbrannte Stellen beinhalten besonders viele krebserregende Stoffe und sind deshalb, genau wie Pökelfleisch vom Grill, nicht zum Verzehr geeignet.

Quelle: Pressemeldung Betriebskrankenkasse (BKK) Dr. Oetker

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