Fleischproduktion ist Klimakiller Nr. 1

07.12.2009 | Gerlingen
Deutscher Bauernverband begeht erneut Verbrauchertäuschung

In einer aktuellen Pressemeldung des Deutschen Bauernverbandes (DBV) zur Klimaproblematik behauptet dieser, die Landwirtschaft trage wesentlich zum Klimaschutz bei. Das Gegenteil ist der Fall, stellt nun die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. richtig. Die Tierwirtschaft ist nach neuesten Studienergebnissen des Worldwatch-Instituts für über 50 Prozent der anthropogen erzeugten Treibhausgase verantwortlich. Doch der DBV hält nach wie vor an der Befürwortung von Intensivtierhaltungsanlagen fest. Die aktuell beantragten Neuanlagen besonders im Geflügel- und Schweinebereich in den neuen Bundesländern und Niedersachsen sprengten mit hunderttausenden zusammengepferchten Tieren jeden vernünftigen Rahmen, so PETA.

"PETA fordert die Abkehr von der konventionellen Fleischproduktion, auch um Klima und Umwelt zu schützen", betont Dr. Edmund Haferbeck, wissenschaftlicher Berater von PETA Deutschland e. V. und promovierter Agrarwissenschaftler. Die vom DBV als "nachhaltig, produktiv und effizient" beschriebene Tierwirtschaft setze in Wirklichkeit immer mehr auf Kosteneinsparungen, mehr Profit pro eingepferchtem Tier und hoch mechanisierte Produktionsbedingungen. "Die Tiere verschwinden hinter den Mauern der Augiasställe und somit aus dem Blickwinkel der Verbraucher", so Dr. Edmund Haferbeck weiter. Kühe, Schweine und Geflügel sehe man heutzutage nur noch selten auf der "grünen Wiese". Auch sei es fachlich falsch, dass der DBV die Milchproduktion als "einzige mögliche Nutzung von Grünland" verteidigt. Gerade die Milch- und Butterproduktion sei neben der Fleischproduktion das klimaschädlichste landwirtschaftliche Erzeugnis. "Wer wie der DBV die konventionelle Tierproduktion unter das Dach einer "konsequenten Klimaschutzpolitik" stecken will, belügt sich selbst und täuscht die Öffentlichkeit", wirft Dr. Haferbeck dem DBV vor. Der Verband ist Hauptgesellschafter des "QS"-Labels, gegen das PETA bereits 2007 und 2009 mit Strafanzeigen gegen mehrere QS-zertifizierte Betriebe vorgegangen ist.

Quelle: Pressemeldung PETA Deutschland e.V.

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