Biolandbau ist Landnutzungssystem der Zukunft

28.11.2008 | Mainz
Bioland Bundesdelegiertenversammlung verabschiedet Resolution und fordert von Bundesregierung kohärente Politik zur Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus

Der Biolandbau ist keine Nische, sondern das Landnutzungssystem der Zukunft. Als sozial- und umweltverträgliches Landbausystem bietet er Lösungsansätze für die zentralen Herausforderungen der Gegenwart. Er kann das Recht der Menschen auf Nahrung befriedigen, einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten, die Wasserressourcen schützen und der Artenvielfalt eine tragfähige Basis bieten. In einer Resolution forderten die rund 180 Teilnehmer der Bioland-Bundesdelegiertenversammlung am 25. November in Fulda die Bundesregierung auf, die Potentiale des Biolandbaus zur Lösung der großen gesellschaftspolitischen Probleme zu nutzen. Die Bundesregierung solle entsprechend ihrer eigenen Nachhaltigkeitsstrategie die Rahmenbedingungen für den Biolandbau so gestalten, dass er sich besser entfalten kann. Dazu gehöre, die gesellschaftlichen Leistungen dieser Wirtschaftsweise angemessen zu honorieren und Forschung und Ausbildung für diese Landbauform zu verbessern. Zudem müsse die Bundesregierung dafür sorgen, dass die Biobauern vor der Verunreinigung ihrer Felder und Ernten mit gentechnisch veränderten Produkten umfassend geschützt sind.

Gerade in den Ländern des Südens ist das Ertragspotential des ökologischen Landbaus besser als das der konventionellen Landwirtschaft, dies belegen zahlreiche Studien. In den entwickelten Ländern bietet der Biolandbau zudem Arbeitsplätze auf dem Land und stärke damit regionale Wirtschaftskreisläufe und den ländlichen Raum.

Quelle: Pressemeldung Bioland – Bundesverband

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