Bioeier-Skandal bei Hennenberg - PETAs Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Staatsanwaltschaft

14.05.2010 | Gerlingen
Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. wirft der Staatsanwaltschaft Wuppertal schwerste Versäumnisse und Amtspflichtverletzungen bis hin zur Rechtsverweigerung vor.

In einer umfangreichen Dienstaufsichtsbeschwerde, die heute bei der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf eingeht, verlangt die Tierrechtsorganisation endlich Vollstreckungsmassnahmen, die längst überfällig sind und dessen Ausbleiben mittlerweile den Ermittlungserfolg beeinträchtige.

Die Tierrechtsorganisation, die zusammen mit der örtlichen Bürgerinitiative u.a. durch Undercover-Ermittlungen die als systemimmanent zu wertenden Verstöße des Hennenberg-Clans aufgedeckt hat, während die zuständigen Behörden in wohl strafrechtlich relevanter Weise jahrelang weggeschaut und sogar noch genehmigt haben, verweist darauf, dass die wesentlichsten Fakten gerichtlich bestätigt seien.

"Wenn ein Verwaltungsgericht die Fakten der fehlenden Auslaufflächen, der materiell illegalen Nutzung einer großen Waldfläche und den Entzug des Bio-Siegels bestätigt hat und dieser Zustand seit Beginn der Betreibung dieser unserer Ansicht nach illegalen Anlage seit nahezu 3 Jahren existiert und von der Staatsanwaltschaft u.a. keinerlei Abschöpfungen der dadurch erzielten Mehrerlöse vorgenommen wird, muss man an der Rechtstreue dieser Justizbehörde zweifeln", so PETA-Rechtsberater Dr. Edmund Haferbeck.

Dass ein Hennenberg-Betrieb, der noch dazu anfangs ebenfalls ohne ausreichende Genehmigungsgrundlagen betrieben wurde, vom Dioxin-Eier-Skandal betroffen ist, verwundert in diesem Zusammenhang überhaupt nicht.

Dass auch Unregelmäßigkeiten beim Bau eines neuen "Bio-Hofes" in Velbert aktenkundig sind, hat zu neuen Strafanzeigen auch gegen die beteiligten Behörden geführt. Außerdem sind Geschäftsbeziehungen zur Fa. Landkost/Bestensee nachweisbar, gegen die ebenfalls auf Grundlage von PETA-Undercover-Ermittlungen seit November 2008 ein Strafermittlungsverfahren wegen des Verdachts wirtschaftskrimineller Umtriebe läuft.

Quelle: Pressemeldung PETA Deutschland e.V.

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